Photovoltaik · DIN EN 62548 / VDE 0100-712
Wie viele Module dürfen in einen String? Entscheidend ist die Leerlaufspannung bei Kälte — sie darf die Eingangsspannung des Wechselrichters nie überschreiten. Das Tool prüft beide Grenzen: kalt gegen UDC,max und heiß gegen das MPP-Fenster.
β-Werte sind negativ (Spannung sinkt bei Wärme). Steht βUmpp nicht im Datenblatt, etwa 0,05 %/K negativer als βUoc ansetzen.
In Deutschland üblich: −10 °C als tiefste Modultemperatur, in exponierten oder alpinen Lagen −15 bis −20 °C. Heiß: 70 °C, bei dachintegrierten Modulen bis 80 °C.
U(T) = USTC · [1 + β/100 · (T − 25 °C)].
Da β negativ ist, steigt die Spannung bei Kälte — das ist der kritische Fall.nmax = abrunden( UDC,max / Uoc(Tmin) ).
Diese Grenze ist zwingend: Wird sie überschritten, kann der Wechselrichter an einem klaren Wintermorgen zerstört werden.nmin = aufrunden( UMPP,min / Umpp(Tmax) ) —
sonst fällt der String im Sommer aus dem MPP-Fenster und der Ertrag bricht ein.Isc(T) = Isc,STC · [1 + α/100 · (T − 25 °C)], α positiv.
Parallelgeschaltete Strings addieren sich: Iges = nparallel · Isc ≤ Eingangsstrom des Wechselrichters.